Brief
Von Karl Cäsar von Leonhard (24. März 1818)
L. habe gestern sein Entlassungsgesuch beim König von Bayern eingereicht, um einem Ruf an die Universität Heidelberg als Lehrer der Mineralogie zu folgen. Über die Gründe für den Weggang: seine Frau habe sich weder mit den klimatischen Unbilden noch dem unsociablen Leben Münchens abfinden können, auch sehnten sich beide nach der heimathlichen Rheingegend; L. habe sich wegen des umfassenden mineralogischen Haushaltes finanziell nicht zum Besten befunden. Zudem sei die wissenschaftliche Tätigkeit eingeschränkt gewesen. - In vier bis fünf Wochen wolle L. nach Heidelberg umziehen und sich zunächst auf eine Vorlesung über die Feuerberge beschränken. - L.s Schrift zu "Werners Andenken" werde G. erhalten haben, in Kürze wolle er ihm seine (und H. A. Vogels) "Mineralogisch-chemische Untersuchungen des Triphans und Tantalits" (vgl. Ruppert 4808) und dann aus Heidelberg den 12. Jahrgang des "Taschenbuchs für die gesamte Mineralogie" (vgl. Ruppert 4208) schicken.
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