Verabredung Zeugnis
Luise v. Göchhausen an Goethe o. Dat. (Jan. 1798?) (Deetjen1 S. 126)
Es hat sich eine kleine Gesellschaft schöner Frauen und Jungfrauen abermals beygehen laßen, auf künftigen Reduten sich auf das zierlichste zu producieren; da sie aber auf keine Weise ohne Ihren Rath zu Werke schreiden wollen und können, so geht die einstimmige Bitte an Sie, sich bewegen zu laßen Morgens, oder Abends nach dem Schauspiel, wenn es Ihnen am gemüthlichsten ist, ihnen Ihre Gegenwarth zu schenken. Die Gesellschaft wünscht Sie bey mir zu sehen, und bittet Sie, von Morgen an (weil die Sache preßiert) eine Stunde dazu zu bestimmen. Die andächtigen Zuhörerinnen werden seyn: Gräfin und Frau v. Eglofstein wie auch Frl. v. Wolfskeehl, genand Kehle. Die beste Schokolade oder nach Zeit-Umständen Punsch soll noch außer dem Ihrer warthen.
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