Brief

Von Johann Isaak von Gerning (18. Mai 1819)

Seit seiner Rückkehr aus England habe Gerning ein Lebens-Zeichen geben wollen, sei aber durch vielerley Arbeiten daran gehindert worden. Über die inzwischen aufgegebene Hoffnung, daß G. in diesem Sommer Frankfurt besuchen werde, und die neue Hoffnung, er werde zur Brunnenkur nach Wiesbaden kommen; erwähnt: F. Schlosser, J. J. von Willemer und Großherzog Karl August von Sachsen-Weimar; Angebot, G. ein Quartier zu bestellen. - In Wiesbaden (bei L. Schellenberg) werde auch Gernings Rheinwerk ("Die Rheingegenden von Mainz bis Köln") gedruckt, das in 3 Wochen fertig seyn und in London (von J. Black) übersetzt werde. Für die Übersetzung habe C. G. Schütz treffl. Zeichnungen geliefert. - Gernings Sammlung sei eine kleine Gallerie geworden, die er mit keiner anderen Frankfurter Sammlung tauschen möchte; Hinweis auf Ankäufe während der Reise und aus der Sammlung F. T. Bettendorf. - F. und A. Brentano würden in 3 Wochen von Holland zurückkommen und erwarteten dann G. in Winkel. Schütz werde auf dem (Schloß) Johannisberg für Fürst Metternich tätig sein. K. L. von Knebel sei hoffentlich nicht bös auf Gerning. Die Elginschen Abgüsse seien auch hier bestädelt worden und angelangt (Wortspiel mit dem Namen J. F. Städel; vgl. auch RA 8, Nr. 811).

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