Brief

Von Konstanze Gräfin von Fritsch (27. Juni 1815)

Bedauern über die Nachricht von G.s Reise nach Wiesbaden, da sich F. auf ein Wiedersehen nach ihrer Rückkehr aus Wien gefreut habe. Übersendung eines Pakets durch K. von Lincker, das ihr F. Schlosser in Wien für G. mitgegeben habe. Die von Graf M. Dietrichstein für G. erhaltenen 12. Lieder von seiner Composition (? "Sechzehn Lieder von Goethe in Musik gesetzt und dem Dichter gewidmet") werde F. bis zur Rückkehr G.s aufbewahren. - Übersendung eines Autographs des Herzogs von Wellington (Schreckenbach 1796) für G.s Autographensammlung, das F. in Wien besorgt habe. - Grüße von der österreichischen Kaiserin Maria Ludovika, die auf einen Besuch G.s in Teplitz hoffe, und von Gräfin J. O'Donell. - Grüße von Erbgroßherzogin Maria Pawlowna, die für G.s Schreibtisch ein Sandfäßchen übersende. Nachrichten vom Weimarer Hof: Großherzogin Luise weile in Wilhelmsthal; sie bange um das Leben ihres Sohnes Bernhard (Verwundung in der Schlacht bei Waterloo); erwähnt: die Verwundung des Erbprinzen Wilhelm von Nassau-Weilburg. Maria Pawlowna erwarte Prinzessin Katharina Pawlowna von Oldenburg. Großherzog Karl August wolle 14 Tage nach Berka zur Kur reisen. - Nachricht vom Einsturz einer Brücke in Baden (bei Wien); erwähnt: Erzherzog Anton von Österreich und K. Bertuch. - Begeisterung über ihre zurückliegende Reise mit Maria Pawlowna durch Oberösterreich und das Salzburger Land.

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