Tagebucheintrag
Tagebuch 1777, 8. Oktober 1777
8. Stund inwärts gewendet wieder auf. Die Ankunft des Stadth. schloss mich aufeinige Augenblicke auf, Grimms Eintritt wieder zu. Ich fühlte soinniglich dass, |: alles andre bey Seite :| ich dem Manne nichts zusagen hatte der von Petersburg nach Paris geht. Nach Tafel St. uGr. wieder nach Gotha. Knebel toll. Ich las wenig im Apolonius. Zu Molcks wo Picknick war. Mein Zahn der sich wieder meldt hindert mich am Tanzen, die Klufft zwischen mir und denenMenschen allen fiel mir so grass in die Augen, da kein Vehikulumda war. Ich musste fort, denn ich war ihnen auch sichtlichzur Last. Ins Herzogs Zimmer! konnts nicht dauern, sah den Mond über dem Schlosse und herauf. Hier nun zum lezten mal,auf der reinen ruhigen Höhe, im Rauschen des Herbst winds. Unten hatt ich heute ein Heimweh nach Weimar nach meinemGarten, das sich hier schon wieder verliert. – Gern kehr ich doch zurück in mein enges Nest, nun bald in Sturm gewickelt, in Schnee verweht.
Und wills Gott in Ruhe vor den Menschen mit denen ich dochnichts zu theilen habe. Hier hab ich weit weniger gelitten als ichgedacht habe, bin aber in viel Entfremdung bestimmt, wo ichdoch noch Band glaubte. ♃ wird mir immer näher und näher u Regen und rauher wind rückt die Schaafe zusammen. – – Regieren!!
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