Brief
Von Johann Heinrich Meyer (11. Juli 1796)
M. bestätigt den Empfang von G.s Brief vom 20. Juni und äußert abermals seine Zufriedenheit darüber, nach Florenz gegangen zu sein. Aufzählung verschiedener bewunderungswürdiger antiker Statuen zu Florenz, die M. aus Zeitmangel nicht zeichnen könne. Über seine Arbeitsvorhaben: Einige Kopien nach Domenico del Ghirlandaio und Fra Filippo Lippi seien bereits fertig; nun komme die "Madonna Medici" des Michelangelo an die Reihe. - M. höre von alt Etruscischen Gebäuden nahe bey Cortona & Perugia und fürchte sehr die Etrurische Kunst wird wenn wir sie recht besehen Ihr Alterthum Ihre Würde & ihre Originalität großentheils verlieren; sie unterscheide sich durch Vorstellungen & Schrift [...] von Griechischen Wercken Späterer Zeit aber keineswegs durch Styl. - Über die ländliche und landwirtschaftliche Kultur der Toskana und über Florentiner Baukunst. - Aufführungen zur Kriegslage am Rhein und in Oberitalien. - Anteilnahme an Herders Situation. Grüße an Knebel, dem er bald antworten wolle.
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Weitere Quellen- Brief und Korrespondenz