Brief
Von Johann Friedrich Christian Werneburg (5. August 1819)
Promemoria über einige dringende Angelegenheiten, um G. zu einem begünstigenden unterthänigen Vortrag bei den Höchsten Behörden oder bei Großherzog Karl August zu veranlassen. W. wolle im kommenden Winter das Kollegium Theorie der Musik lesen, wozu er ein gutes Tasten Instrument benötige. - Ferner bedürfe er finanzielle Unterstützung für seine Idee, kleinere wie größere Fluß Schiffe durch eine einfache hydraulische Vorrichtung, strom-auf- und abwärts zu bewegen. - Einige auswärtige sehr entfernte alte Freunde (? darunter F. von Zach) hätten ihre Verwunderung darüber ausgedrückt, daß 'ein Anderer zum Prof. der Astronomie und der Math. hieher berufen und angestellt worden sey' (J. F. Posselt), und daß W. nicht kündige. W. hoffe weiterhin auf eine Anstellung als Professor in Jena, zumal auch seine Freunde meinten, daß er an G. 'den einsichtigen Minister! Freund' in Weimar habe. - Ferner erwähnt: W.s neuentdeckte Kurven Reihen (vgl. "Über die zeitherige Bestimmung der Dauer eines Pendelschlags und der Fallhöhe in einer Sekunde", Ruppert 5250).
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