Brief

Von Karl August Herzog von Sachsen-Weimar und Eisenach (9. Januar 1798)

Über E. Burkes Brief od. oration (? "Lettres sur les négociations de paix ouvertes avec le directoire", Paris 1797), die sehr merckwürdig sei, zumal sie von einem der würdigsten politischen prackticanten dieses Jahrhunderts stamme. - S. schickt die Herderischen Sachen wieder und wünscht folgende Regelung: Herder (nicht sie) solle fünf Quittungen zu je 50 Reichstalern über den Studienzuschuß seines Sohnes August für die Quartale Weihnachten 1796 bis Weihnachten 1797 durch G.s Vermittlung einreichen, worauf er 250 Reichstaler erhalten werde, und eine weitere Quittung über 100 Reichstaler, die S. zum letzten Mal zu zahlen wünsche, da alle dinge doch ihre grenzen haben müßten. Herder solle künftig hübsch exact die Belege einreichen. Der Zuschuß von 200 Reichstalern für August könne vier Jahre dauern, also von Michaelis 1795 bis Michaelis 1799. Herzogin Luise zahle weitere 50 Reichstaler für Wilhelm in Hamburg und Herzogin Anna Amalia, wie er glaube, ebenfalls. Adalbert, den er jetzt ernähre, brauche keinen Zuschuß. Vielleicht könne man diesem bei Gelegenheit [...] etwas, (aber nicht 100 rthl.) zufließen lassen. Indessen kämen die zwey jüngeren Söhne, Emil und Rinaldo, heran, wo wieder frisch gesorgt werden müsse.

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