Brief
Von Friedrich Schiller (20. Oktober 1794)
Anbei übersende S. die für das erste Heft der "Horen" bestimmten Briefe an den Prinzen von Augustenburg (Briefe 1 bis 9 "Über die ästhetische Erziehung des Menschen"), in denen sich S.s wahre ernstliche Meinung über den politischen Jammer ausspreche. So verschieden die Werkzeuge auch sind, mit denen Sie und ich die Welt anfaßen, und so verschieden die offensive und defensive Waffen, die wir führen, so glaube ich doch: daß wir auf einen Hauptpunkt zielen. Auch werde. G. darin sein Portrait (9. Brief) finden. Bitte, nach der Lektüre das Manuskript an Herder zu schicken. - Uber J. J. Engel: der seine Berliner Theaterdirektion niedergelegt habe. - S.s "Musenalmanach" sei nun vertraglich gesichert und werde künftige Michaelis Meße erscheinen. Dabei zähle S. sehr auf G.s Unterstützung.
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