Brief

Von Philipp Joseph Rehfues (13. April 1819)

R. entschuldigt sich für die Verspätung seiner Antwort auf G.s Zuschrift vom 18ten v. M. und nennt die Preise, die F. Pick für die von Großherzog Karl August gewünschten Kunstwerke fordere (vgl. "Verzeichnis der vorzüglichsten Teile der Sammlung von Kunstgegenständen und Altertümern des Herrn Kanonikus Pick in Bonn"): für das (vermeintliche) Porträt des C. Agrippa von Nettesheim (H. Holbein d. J. zugeschrieben; richtig: von B. Bruyn) 150 Karolin, für die Nummern 2 und 3, welche nur Ein Gemählde sind, das den heiligen Augustin und die heilige Odilia zeige (J. van Eyck zugeschrieben) und dessen Rückseite eine Mahlerey mit 3. Aposteln zeige, 80 Karolin, und für die zwey besten, aus Glasmahlereyen zusammengesetzten, Fenster 90 Karolin. Pick lasse ein Verzeichniß von seinem Cabinet drucken und habe zu der öffentl. Versteigerung desselben den 15. August angesetzt. Wenn der Großherzog die Bilder für die angegebenen Preise kaufen wolle, werde Pick sie um jeden Preis selbst ersteigern und für den obigen ablassen.

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