Brief
An Franz Kirms (10. Januar 1811)
Die Aufführung des Don Juan in italiänischer Sprache, sehe ich, wie schon öfters erwähnt, nicht als eine CommissionsSache an, und möchte daher nicht gern die auszutheilenden Rollen unter schreiben. Es würde daher sehr gut seyn, wenn Ew. Wohlgebornen diejenigen Personen, die noch nicht davon unterrichtet sind, oder einige ombrage schöpfen könnten, mündlich begrüßten u belehrten. Ich glaube nicht, daß irgend Jemand sich bey dieser Gelegenheit unfreundlich bezeigt. Was Sie mir von Unzelmann schreiben, ist wohl nur vorübergehend. Geben Sie dem jungen Manne zu bedenken, was er uns, und Durchlaucht dem Herzog persönlich schuldig geworden; wie unendlich oft er unser bey Gelegenheiten bedurft, wo er sehr übel daran gewesen wäre, wenn wir uns auf den Contract berufen hätten. Es ist hier von einer Artigkeit die Rede, die er dem Hof u besonders dem Fürsten erzeigt, u er sollte Gott danken, daß ihm eine Ge legenheit wird, seine Dankbar keit an den Tag zu legen.
Ew. Wohlgebornen werden das schon machen. Sollte jedoch meine Intervention noch nöthig seyn; so haben Sie die Güte mir es anzuzeigen, u ich will das Erforderliche wohl schriftlich zu vernehmen geben.
Jena Den 10 Januar 1811
G
Herr Obrist von Hendrich wird sich wegen der Meubeln nächstens vernehmen lassen.
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