Brief

Von Christoph Ludwig Wilhelm Cramer (17. November 1815)

C. wolle nach bereits langer Trennung (G.s Rückkehr nach Weimar) und vor seinem Abzug nach Dillenburg die schriftliche Unterhaltung mit G. anfangen: Frage nach G.s Befinden. - Bisher seien die G. bewuste Unterhandlungen (vgl. RA 6, Nr. 1672) erfolglos geblieben. Aus den Antwortschreiben J. K. L. Gerhards und einer früheren schriftlichen Bemerkung des Ministers K. vom Stein zum Altenstein schließe C., daß sich jener durch C.s Traktätgen über den Altenkircher Bergbau (? "Vollständige Nachricht von dem Hollerter Zuge") angegriffen fühle; Erläuterung dazu sowie Bitte, sein beiliegendes Schreiben an Gerhard weiterzuleiten und dabei direct oder indirect etwas [...] zur Erwirkung besserer Gesinnungen gegen ihn beizutragen. Einstweilen werde er seinen neuen Posten in Dillenburg beziehen. - C. habe noch nicht die Hoffnung aufgegeben, seine Mineraliensammlung zu verkaufen. G. möge die Sache bei F. J. Schelver oder besser bei S. K. J. von Reitzenstein in Erinnerung bringen. Wie er gehört habe, seien auch die Doktoren (? Christian) Schlosser, J. J. K. Buch und Neubauer (J. G. Neuburg) in Frankfurt, welche mit Ordnung der zum Senkenbergschen Institut gehörigen Sachen chargirt sind, am Erwerb derselben interessiert. - Ankündigung einer kleinen Collection inländischer Mineralien für die mineralogische Societät zu Jena, die nebst C.s Schreiben bald in J. G. Lenz' Händen sein werde. - Empfehlungen von C.s Frau und Töchtern.

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