Brief
Von Therese Albertine Luise von Jakob (24. November 1824)
J. übersendet diese letzten Blätter zur Ansicht. Das Werk ("Volkslieder der Serben") werde nun Ostern oder noch früher in der Rengerschen Buchhandlung (in Halle) erscheinen; über die Vorteile des Verlags vor Ort. Eine Verringerung des Manuskripts sei noch erforderlich; das Uebrigbleibende wolle sie entweder der Vergeßenheit [...] widmen oder für die Zukunft aufsparen (später gedruckt im 2. Band der "Volkslieder der Serben"). - Das große, hier beykommende Gedicht (Übersetzung der "Hochzeit des Maxim Zernojewitsch") dürfe im Band keinesfalls fehlen. G. möge es ihr, seinem Versprechen gemäß, mit einigen Bemerkungen geschmükt, zurücksenden; ihrem Verleger (A. G. Eberhard) habe sie davon nichts gesagt, damit G. nicht gedrängt werde. Sobald sie ihr Manuscript von Wien zurükerhalte (von der Durchsicht durch B. Kopitar und V. Karadži%/c), werde sie nicht ohne vorherige Anfrage handeln. - J. fürchte, dass mit der Veröffentlichung ihrer Blätter [...] jede äußre Beziehung zu G. abgeschnitten werde.
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