Brief

Von Marianne Meyer (Eybenberg) (18. Oktober 1798)

Ausführliche Bitte um Verzeihung für ihr langes Schweigen. Krankheit, familiäre Arrangements und gerichtliche Auseinandersetzungen haben sie am Schreiben gehindert. - Frage nach übersandten Kupferstichen und zwei Päckchen Schokolade für G., von denen eines K. Jagemann hofentlich abgegeben habe. Falls G. die ihm überlassenen Gedichte (von K. G. von Brinckmann) nicht im "Musenalmanach" veröffentlichen wolle, erbitte sich M. dieselben zurück. - M. habe F. H. Jacobi nicht in Hamburg angetroffen, da er sich in Eutin befinde. - Übersendung eines Kupferstiches mit Nelsons Porträt. Über Nelsons eben gemeldete Ankunft im Hafen von Neapel, den er jedoch nach Reparatur seiner vier Linienschiffe wieder verlassen wolle, um den Einwohnern von Malta gegen die Franzosen bei der Einnahme des Forts St Elm behülflich zu sein. Mitteilung über die Verbrennung französischer Transportfahrzeuge im Hafen von Alexandria durch die Engländer. - Empfehlungen an Herzog Karl August, L. von Göchhausen und ihren neu acquirirten Vetter.

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