Brief
Von Friedrich Schiller (31. Juli 1796)
Auch S. bedaure sehr, daß der ursprünglich mit den "Xenien" ("Musenalmanach" für 1797) verbundene Plan nicht zur Ausführung gekommen sei. Jedoch habe zu einem Ganzen, so wie es auch von dem liberalsten Leser gefordert werden konnte, [...] noch unübersehlich viel gefehlt. Möglicherweise lasse sich der Plan später noch realisieren. G.s Namen wolle S. nur sparsam nennen. Einzelheiten zur Behandlung der in den "Xenien" attackierten Personen. Überdies sei für G., da die Odiosa erst in der 2. Hälfte des "Musenalmanachs" für 1797 erschienen auch nochmals Gelegenheit zur Prüfung gegeben. - Die Post nehme keine Sendungen nach Stuttgart und Tübingen an. S. könne demzufolge kein Material für die "Horen" wegschicken, und G. brauche sich mit der weiteren Übersetzung des "Benvenuto Cellini" nicht zu beeilen. - Von seiner Familie aus Schwaben habe S. keine Nachricht erhalten. In Coburg werde der Einmarsch der Franzosen für die nächsten Tage erwartet. Angesiehts der kriegerischen Ereignisse sei es gut, wenn das Gastspiel des Weimarer Theaters in Jena noch etwas verschoben werde. Da das Mannheimer Theater für ein Jahr suspendiert sei, könne Iffland sicher für ein Engagement in Weimar gewonnen werden. Vorschlag, C. H. Withoeft zu engagieren.
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