Brief
Von Henrik Steffens (vor 17. November 1803)
S. entschuldigt seine späte Antwort. Erst vor wenigen Tagen sei er nach Kopenhagen zurückgekehrt. - Als er vor anderthalb Jahren Deutschland verließ, habe er G., den er sowohl für seinen als auch für den grossen Lehrer des Zeitalters halte, weder in Weimar noch in Jena und Giebichenstein angetroffen; auch diesmal sei ihm ein Besuch nicht möglich gewesen. - G.s Einladung zur Mitarbeit an der JALZ sei für ihn das Ehrenvollste und im hohen Grade vortheilhaft. Nach Beendigung einer Arbeit für die Regierung werde er bis Mitte Dezember die Beurtheilung der Schellingschen physischen Schriften ausführen (vgl. "Schellingsche Naturphilosophie", in: JALZ 1805, Nr. 103 und 137). Die neue Ausgabe der "Ideen zu einer Philosophie der Natur" (Landshut 1803) gebe ihm Gelegenheit, das Ganze zusammenzufassen. Auch Schellings frühere Werke "Von der Weltseele" (Ruppert 3118) und "Erster Entwurf eines Systems der Naturphilosophie" (Ruppert 3115) werde er behandeln. S. betrachte diese Rezension als ein Vehikel für eigne Ideen. Mitte Dezember hoffe er fertig zu sein, und ein sachkundiger Deutscher werde das Manuskript durchsehen. Anfrage, ob er etwas über den Galvanismus schreiben dürfe. - Ankündigung eines weiteren Briefes an G. - Grüße von seiner Frau.
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