Brief
Von Friedrich Theodor Adam Heinrich von Müller (25. August 1819)
Bedauern, seine innigsten Glückwünsche für G.s Karlsbader Reise nicht persönlich überbringen zu können. Auch die Schönheiten (Gräfinnen K. und J. Egloffstein) theilen u. mehren diese Wünsche. - In politischer Hinsicht lebe man in einer wahren KrystallisationsPeriode, wo jeden Augenblick etwas Neues anschießt und wunderbare Formen sich alltäglich neu gestalten. Der eigentliche Durchbruch sei noch nicht eingetreten, doch alles scheine anzudeuten, daß G. bei seiner Rückkehr vieles zum Beßren verändert finden werde. - In Weimar werde G.s Geburtstag von einem treuen Verehrerkreis in stiller Widmung, doch nicht ohne BecherKlang gefeiert werden. - Bitte um Beförderung der Anlage an K. Stichling.
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