Brief
An Johann Christoph von Aretin (22. Februar 1809)
Die mir übersendeten Nachrichten nebst den vortrefflichen Mustern des Steinabdrucks habe ich sogleich unserm gnädigsten Herrn vorgezeigt, welcher diesem Unternehmen seinen entschie denen Beyfall nicht versagen konnte, vielmehr sogleich sich entschloß ein paar Subjecte nach München zu schic ken, um zu so manchem andern Guten auch diese Kunst nach Weimar zu verpflanzen.
Ich sehe mich daher veranlaßt bey Denenselben anzufragen:
1.) Was das Lehrgeld für zwey Personen betragen könnte? incl. der anzuschaffenden Materialien.
2.) Wie lange sie sich etwa in München aufhalten müssten, um zu ihrem Zweck zu gelangen.
3.) Wie viel man ihnen monatlich zur Sustentation auszusetzen hätte.
4.) Da man schon einigermaßen gebilde te Subjecte abschicken muß, welche Vorkenntnisse bey ihnen die vortheil haftesten seyn möchten. Einen Zeichner und Kupferstecher abzusenden würde wohl rathsam seyn. Was wählte man zur zweyten Person etwa sonst für einen Techniker?
5.) Hätten Ew. H. wohl die Gütigkeit einige Aufsicht über das persönliche Betragen der Abgeschickten zu führen, damit man wüßte, ob sie ihre Zeit auch gut anwendeten.
Weimar den 22. Februar 1809.
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