Brief

Von Johann Lambert Büchler (20. August 1820)

G.s Briefe nebst den sie begleitenden höchstintereßanten Mittheilungen seien der Zentraldirektion der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde (u. a. A. von Aretin, K. von Wangenheim, L. von Plessen, J. Smidt, F. Schlosser und B.) und dem Stifter der Gesellschaft, K. vom und zum Stein, vorgelegt worden, und B. habe den Auftrag, G. zu danken. - Übersendung des 1. Bandes des "Archivs der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtkunde" (hrsg. von K. G. Dümge und B., Ruppert 3345) und eine an den Bundestag gerichtete Denkschrift der Zentraldirektion. Der Bundestag habe beschlossen, es den einzelnen Regierungen zu überlassen, dem Gesamtunternehmen, als einer NationalAngelegenheit, entweder durch Bewilligung jährlicher Beyträge, oder durch Pränumeration auf die gesammte Ausgabe ihre Unterstützung zu gewähren. Die Gesellschaft müsse zur Erreichung ihrer Ziele auf bleibende Einkünfte hoffen; erwähnt: die jährliche Spende der verwitweten Fürstin Elisabeth zu Fürstenberg. - Das eben so scharfsinnige, als umfassende Schema G.s über HandschriftenVergleichungen (WA I 42. 1, 357-361) wolle man in einem der nächsten Hefte des "Archivs" veröffentlichen; eine frühere Veröffentlichung scheitere an dem herzustellenden Faksimile, für das Verhandlungen mit den Vorstehern der lithographischen Anstalt in Carlsruhe (u. a. C. F. Müller) erforderlich seien. G. habe sich auch durch die zweckmäßigen Vorkehrungen zur Erhaltung und zu Tage Förderung, der, nach dem Muster des Otto von Freyßingen sehr schäzbaren Jenaer Manuskripte (vgl. G.s Aufsatz im "Archiv" 1820, Bd. 2, und D. Compter und G. "Ausführliche Beschreibung dreier auf der Jenaischen Universitätsbibliothek befindlichen Manuskripte", in: "Archiv" 1821, Bd. 3) ein bleibendes Verdienst, um die Förderung der Zwecke der GeßellschaftsDirection erworben und ein Beispiel geliefert, das die jüngere Mitwelt zur Nacheiferung anregen solle. - Bitte an G., die erforderlichen FacSimily (lithographiert von F. H. Müller) mitzuteilen, um die Verhandlungen über das antiquarisch-historisch intereßante Taufbecken im "Archiv" veröffentlichen zu können (mit Erläuterungen von Dümge und G. F. Grotefend, vgl. 1821, Bd. 3). Auf das Format der Zeitschrift solle dabei Rücksicht genommen werden.

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