Brief
Von Friedrich Bury (9. August 1788)
Von seiner Freude über G.s Lieben Brief von Weimar. - G. möge B.s Voreiligkeit beim Kauf der Gemälde von Baroccio ("Herzog Friedrich II. von Urbino") und Carracci ("Pieta") entschuldigen. Die Restaurierung von Carraccis Gemälde sei gelungen. Die entsprechende Kopie habe B. in Sepia begonnen. Abgeschlossen sei die Zeichnung des "Poliphem" und die der "Galatea". Über laufende und geplante Arbeiten und die Unmöglichkeit, sie bis zur Ankunft der Herzogin (Anna Amalia) fertigzustellen. Eine kleine Skizze, die dem Brief beiliege, sei nach einem Gemälde von G. Reni gezeichnet, das B. für 5 Scudi erworben habe. - Von A. Kauffmann habe er 60 Scudi für das Instandsetzen von Gemälden erhalten und von Reiffenstein 50 Scudi (vgl. RA 1, Nr. 297). Nun habe B. Angst, G.s Schuldner zu werden. - G.s Intianische feigen Pflanze hat anstatt ein Blatt, zu erst 2 mehr bekommen und nun wieter einen Anderen Aufsatz mit eben so viel bekommen. - Im Theater sehe man von D. Cimarosa "La Villana Riconosciuta".
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