Brief

Von August von Goethe (8. Juni 1817)

Durch den Hofdienst und die Erwartung der Herzogin Friederike Luise von Braunschweig sei A. von Goethe sehr beansprucht gewesen. Deshalb übersende er die versprochene Schokolade erst jetzt. - Für J. John wolle er bei dessen Wirt (C. Becker) gut sagen und die 10 Taler zum 1. Juli auszahlen. - Über die allgemein schwierige Finanzsituation und die Teuerung, durch die es auch A. von Goethe nicht leicht falle, mit dem zur Verfügung stehenden Geld bis zum Monatsende auszukommen. Anspielung auf Hagens Halsstarrigkeit, die ihm dabei nütze. - Seine bevorstehende Hochzeit, die er auf den 17. Juni festgesetzt habe, erfordere auch einigen Aufwand, den er jedoch so niedrig wie möglich zu halten suche. Weiteres darüber mündlich (vgl. G.s Tagebuchnotiz vom 11. Juni). - A. von Goethe habe mit W. Schumann die bewußte Angelegenheit besprochen (? zum Ehevertrag zwischen A. von Goethe und O. von Pogwisch); Schumann habe eine akzeptable Lösung gefunden. - Über A. von Goethes anstrengende Tätigkeiten in der vergangenen Woche, über die auch T. Kräuter berichten werde (vgl. G.s Tagebuchnotiz vom 7. und 8. Juni). - Bitte um einige schöne Blumenstöcke für Adele Schopenhauers Geburtstag am 12. Juni. - Grüße von O. von Pogwisch.

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