Brief
Von August Prinz von Sachsen-Gotha und Altenburg (23. September 1802)
S. freue sich, daß sein kleiner Pathe August mit seinem Aufenthalt in Gotha zufrieden gewesen sei. Positive Beurteilung des Kindes. S. habe ihm etwas schenken wollen, jedoch nicht das Richtige gefunden, auch sein Buch mit einer Sammlung menschlicher und thierischer Mißgeburten einem dreyzehnjährigen Naturliebhaber nicht zumuten wollen. - S. sei jetzt mit der "Natürlichen Geschichte des großen Propheten von Nazareth" (von K. H. G. Venturini; Jena 1800) bald fertig, in der er weder einen kleinen noch einen großen Propeten, am wenigsten aber einen großen Menschen finden könne. Wenn Jesus von Nazareth auch nicht als Gaukler gedeutet werden dürfe, so wisse man doch nicht, als was man sich ihn überhaupt denken solle. Zu einem Erfinder [...] oder doch wenigstens zu einem Prediger der besten Sittenlehre braucht weder eines Messias-Reiches, noch einer mystischen Staatsveränderung, noch irgend einer anscheinenden Wunderheilung, u. s. w. Gleichwohl sind diese Dinge die einzige Absicht, die einzige Angelegenheit die einzige Beschäftigung des Nazareners. - Empfehlungen von der Dame in der Siebleber-Gasse (F. von Franckenberg), der Geberin der Aras-Federn und Pfirsich-Kerne.
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