Normalzeugnis Zeugnis

Caroline Schlegel an J. D. Gries 27. 12. 1799 (E. Schmidt2 1, 589)

Unter die vielen Geschwätze gehört auch, daß der Herzog sich in die Sache A. W. Schlegels Streit mit der ALZ gemischt und Schlegeln eben das freymüthige Urtheil untersagt haben soll. An allem diesen ist nichts. Wenn sich auch der Herzog aufhetzen ließe, so würde Goethe es ihm wohl misrathen. Goethe hat sich in diesen Dingen äußerst freundschaftlich bewiesen. Er hat sich mit Rath und That tief in alles eingelassen und stimmt Schlegeln auch völlig bey, was die LZ. betrift. Ehe Schiller Jena verließ, war G. noch 4 Wochen hier, selbst nach Schillers Abreise noch und hat auch versprochen wieder zu kommen ... Daneben hat Schlegel einige sehr herrliche Gedichte erschaffen, unter andern ein langes in Stanzen, der Bund der Kirche mit den Künsten, was uns alle nebst dem alten Meister als ein Meisterstück entzückt hat.

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