Brief
Von Karl Ludwig von Knebel (1. November 1796)
Gedanken über den letzten Band des "Wilhelm Meister", den schöngeschliffenen Menschenspiegel, dabei: K. ordne das Geschlecht der Romane drey Göttinnen unter: gewisse Zauberromane blos den Feen [...], andre. tragische, der Melpomene, und die lezten, von der gegenwärtigen Art des Wilh. Meisters, vermischt mit dieser der Thalia. Er habe einen einzigen Anstand [...] bey dem hinreissenden Ende des Ganzen gefunden und frage deshalb, ob zur Geschichte Mignons und seiner Eltern irgend ein bestehendes historisches Faktum Gelegenheit gegeben hätte. Ihm scheine im Ausgang zu viel schreckhaftes, und daher der Neigung widriges zu liegen.
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