Brief
Von Johann Heinrich Meyer (18. bis 20. Februar 1797)
1797 Februar 18 bis 20 M. erörtert ausführlich, wie G. trotz der Kriegsunruhen seine Reise nach Italien durchführen könne. Er wolle G. in Florenz erwarten. Rom dagegen sei jetz zu convulsivisch. - Bericht über M.s Nachforschungen auf dem Gebiete der Kunst: Erwähnung von Masaccio, Fra Filippo Lippi und Pietro Perugino sowie Betonung von Raffaels Geist und Kunst. Dessen erster Entwurf zur "Predigt des Paulus in Athen" enthülle das Innere seiner Kunst und seines Gedankenganges. Die Zeichnung, welche in Weimar über A. von Seebachs Bildnis hänge, werde in Florenz G. di Treviso zugeschrieben; M. halte das Weimarer Exemplar aber für einen Raffael. - Zur Übersendung der Zeichnung für das Titelblatt des "Musenalmanachs" für 1798 und Freude über die Wirkung des "Musenalmanachs" für 1797. - G. möge J. F. Eckebrechts Stelle am Weimarer Theater für M. vorsehen und vorläufig durch einen dienstbaren Geist besetzen. M. führt seine Zeichnungen und Kopien auf, die er in Italien zurückbehalte, damit G. sie dort sehen könne, und gibt Auskunft über die Zusammensetzung des Gipses bei den Volterranischen Gewölben. G.s Brief vom 18. Januar an M. A. A. Zucchi (WA IV 12, Nr. 3471) habe er abgesandt. Empfehlungen über die Zusammensetzung des Firnisses für die Restaurierung von Bildern. 1797 Februar 20 Ausführliche Ratschläge für G.s baldige Reise nach Florenz und Bitte, Hemden und ein Paar Anatomie Figuren, etwa vom Vesalius aus meinem Portefeuile bey welchem die Benennungen der Muskeln stehen, mitzubringen. - Freude über die Existenz des Dessauer Kupferstecherinstituts und Bitte, Zeichnungen für F. A. Leo aufzuheben.
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