Brief
Von Christoph Ludwig Wilhelm Cramer (17. Mai 1817)
C. beklagt, auf seine beiden Schreiben (RA 7, Nr. 610 und RA 7, Nr. 738) keine Antwort erhalten zu haben. Erneute Bitte, den Verkauf seiner Mineraliensammlung zu vermitteln und C. zu einer anderen Anstellung zu verhelfen; erwähnt: C.s Familie, besonders seine Frau und zwei kränkelnde Töchter. - C. sammle nach wie vor Materialien zu geognostischen Fragmenten in und von der hiesigen Gegend nebst [...] natürlichen Belegen und hoffe, G. mit der Zeit eins und das andere davon mitteilen zu können. - Auf einer Geschäftsreise nach Bonn habe C. viele schöne Sachen von den Rheinbreitbacher Kupferwerken sowie einige merkwürdige Gebirgsarten gesammelt und bei J. Noeggerath eine vollständige und auserlesene Sammlung von einfachen und gemengten Fossilien der niederrheinischen Gegenden, darunter Stücke vulkanischen Ursprungs, gesehen. Reflexion über das Zurückdrängen des Neptunismus durch den Vulkanismus infolge der unzeitigen und fortdauernden Neuerungssucht unserer Mineralogen. - C. hofft, eines Tages vom Dienst im Justizwesen befreit zu sein, um sich ungetheilt der allein heiligen Natur und ihrem Studium widmen zu können; Hinweis auf C.s Mitgliedschaft in sechs Gesellschaften.
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