Brief

Von Karl Ludwig von Knebel (4. Dezember 1810)

K. dankt für das gefällige Geschäft, mit dem G. ihnen das artige Finnländische Liedchen übergetragen habe (G. "Finnisches Lied"; vgl. RA 5, Nr. 1105). - Zum Schicksal des Königs von Holland, das K., seit G. von ihm gesprochen, noch mehr interessiere. - Mitteilungen über F. Passow in Jenkau bei Danzig, von dem K. einen Brief (vom 22. November) erhalten habe, und über G. L. Walch, der nächste Woche nach Berlin abreise; erwähnt: Walchs Tacitus-Übersetzung, ferner: F. A. Wolf. - Wegen der Herausgabe seiner Lukrez-Übersetzung ("Von der Natur der Dinge") auf Ostern habe K. an Cotta geschrieben und das Format in Quarto zur Bedingung gemacht (aber: bei Göschen, Leipzig 1821; Ruppert 1405). So wie es einem Klassiker gebührt, wolle K. auch G.s Schriften sehen; zur Ankündigung von G.s "Wilhelm Meisters Wanderjahren" (im Meßkatalog) auf Ostern [...] in Oktav. - Da K. zur Zeit nicht nach Weimar (zum Gastspiel von A. Brizzi) komme, bitte er G. um einen Wink zum Kommen und um den nächsten Aufführungstermin von Paërs Oper "Achille". - Nachrichten von Gerning; erwähnt: dessen Schmetterlingssammlung sowie Blumenbach.

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