Brief
Von Johann Peter Eckermann (10. August 1823)
E. sei nun, da G. seinen Brief vom 21. Juli nebst Anlagen (RA 10, Nr. 276) über A. von Goethe erhalten habe, in der Lage, weiteres zu ergänzen: J. F. von Cotta habe dem gewünschten Honorar von 300 Reichstalern (für E.s "Beiträge zur Poesie mit besonderer Hinweisung auf Goethe") zugestimmt, was E. neue Möglichkeiten eröffne. Falls G. nicht anderweitig über ihn verfüge, wolle er im Herbst seine längstersehnte Reise nach Frankfurt machen, wo er zahlreiche Verehrer G.s zu treffen hoffe. - E. habe inzwischen die beiden Bände von G.s "Italienischer Reise" gelesen. Aus ihnen wehe die frische Luft eines großen Lebens. Über die Zweifel, selbst die Luft des Mittelländischen Meeres zu athmen und die Hoffnung, wenigstens Frankfurt und den Rhein zu sehen. - K. W. von Knebel sei aus London zurückgekehrt und habe E. mit Beschreibungen warm gemacht. - E. verdanke K. L. von Knebel einige glückliche Stunden. - Über die Lektüre von G.s "Urworte. Orphisch" und den Nutzen, den er für seine eigene Erziehung daraus gezogen habe.
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