Brief

Von Karl Ludwig von Knebel (13. Juli 1824)

Dank für das neueste Heft "Über Kunst und Altertum" (V I): Außer dem Gedicht im Anfang (G. "An Lord Byron") und (G.s) sinnreichen Gedanken in "Einzelnes" habe K. das Urteil G.s über N. A. de Salvandys "Don Alonzo" an sich gezogen. Ferner über "Schillers Briefe an Goethe", "Der Tod des Kralewitsch Marko, Serbisch" (Übersetzung von V. Karadži%/c), G.s Rezension von Lord Byrons "Cain", den K. lesen wolle, und die Anzeigen und treflichen Bemerkungen der Kunstwerke ("Bildende Kunst" von H. Meyer bzw. von Meyer und G., u. a. mit Beiträgen zu Giottos "Abendmahl", S. Amslers "Madonna" nach Raffael und "Thorvaldsens Porträt" nach K. Begas sowie zu "Maria mit dem Kinde" von W. Henschel). "Die drei Paria" (von J. P. Eckermann und G.) seien gut und G.s lyrisches Gedicht (in: "Über Kunst und Altertum" IV 3) treflich. Die "Biographischen Denkmale" von K. A. Varnhagen von Ense (vgl. G.s Rezension) habe ihm Großherzogin Luise geliehen. - J. G. Eichhorn habe für G. den beigefügten "Hiob" übersandt. - Über K.s Reisen nach Dornburg (am 30. Juni und 8. Juli) und die Begegnung mit Großherzogin Luise sowie G.s Enkel (Walter). - Der Brief sei mit einer eisernen Feder geschrieben, die K. von seinem Sohn Karl erhalten habe; erwähnt: K.s Familie.

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