Brief
Von Johann Diederich Gries (5. Mai 1818)
Gries überreicht den 3. Band seiner Übersetzung von Calderóns "Schauspielen" (Ruppert 1721) und bittet um G.s Urteil mit Hinweis auf den 1. und 2. Band. Begründung der Wahl des übersetzten Lustspiels ("Die Verwicklungen des Zufalls"): Es gehöre ganz rein jener eigenthümlich spanischen Gattung der Mantel- und Degen-Stücke an; dabei erwähnt: T. Corneilles Übersetzung unter dem Titel "Les engagemens du hasard" sowie Calderóns "Die Schärpe und die Blume" (in A. W. von Schlegels Übersetzung) und "Das laute Geheimnis" (in Gries' Übersetzung). - Das abgedruckte Trauerspiel ("Eifersucht, das größte Scheusal") könne als Prototypus aller modernen Schicksalstragödien gelten. Über die häufige Bearbeitung des Stoffs von älteren Dichtern; erwähnt: Voltaires "Mariamne" und "Zaire", Calderóns "Mariamne" (in Gries' Übersetzung) und "Othello" (von Shakespeare).
Bezüge im Wissensnetz
Erwähnt (5)
GZP-Knowledge-GraphHat Sprache (1)
GZP-Knowledge-Graph- Deutsch
Wurde abgesendet von (1)
GZP-Knowledge-GraphWurde gesendet an (1)
GZP-Knowledge-GraphWurde abgesendet aus (1)
GZP-Knowledge-GraphWird angeführt von (1)
GZP-Knowledge-GraphHat Zeitspanne (1)
GZP-Knowledge-GraphKategorie (1)
GZP-Knowledge-Graph- Brief und Korrespondenz