Brief

Von Friedrich Schiller (30. Oktober 1798)

Noch befinde sich S. bei dem ungewöhnlich schönen Wetter im Garten, fürchte aber den November, wo er soviel zu leisten habe. Er hoffe, bis zu G.s nächstem Jenaer Aufenthalt vom "Wallenstein" die 2 ersten Akte ganz fertig, und in wenigen Tagen darauf auch die zwey letzten vollendet zu haben. - Mit großem Vergnügen habe S. unterdessen in den "Propyläen" I 1 gelesen. Zustimmung zu den klar und bestimmt herausgesprochenen Wahrheiten und Kunstorakeln. - Daß F. L. Schröder sein Kommen so ungewiß mache, verschaffe S. etwas mehr Freiheit gegen ihn im Verkauf des Wallensteins. Iffland habe zum "Wallenstein" noch nicht wieder geschrieben. - Die Rechnungen sind an Cotta geschickt. S. habe auch ein gutes Exemplar der "Propyläen" von ihm erhalten.

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