Brief
Von Luise Antoinette Charlotte Schiller (19. Dezember 1797)
Sie solle G. in Schillers Namen herzlich grüßen. In der letzten Nacht habe ihn ein Coliqueartiger zufall sehr angegriffen. - Sie freue sich, daß G. bald her kommen werde. Der Plan, im Winter nach Weimar zu kommen, sei aufgegeben worden, da Schillers Gründe überwogen hätten. Von ihrem Wunsch, J. H. Meyers Schäze zu sehen, insbesondere die Kopie von Raffaels "Madonna della Sedia". - Anbei erhalte G. einige proben von der neuen poesie der Grazien F. W. A. Schmidts (vgl. "Almanach romantisch-ländlicher Gemälde für 1798", Berlin 1798).
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