Brief
Von Friedrich Schiller (31. August 1798)
S. wolle G. in Weimar besuchen, wenn es sein Befinden erlaube. Von der Fertigstellung seiner Beiträge zum "Musenalmanach" für 1799 ("Der Kampf mit dem Drachen", "Die Bürgschaft", "Das Eleusische Fest", "Des Mädchens Klage", "Poesie des Lebens"). - Über die Nachahmungen der Gedichte G.s und S.s durch K., P. Conz und andere. F. Matthisson hat wieder ein Gedicht eingesendet. - Glückwunsch zu den "Propyläen" I 1. Auf einen Beitrag S.s für das 4. Stück könne G. sicher rechnen, denn S. brauche zur Beendigung des Wallensteins allerhöchstens noch den Rest dieses Jahrs. - S. freue sich über den Theaterbau in Weimar. Er habe gelesen, daß das Hamburger Publicum sich über die Wiederhohlung der Iflandischen Stücke beklage und sie satt sey. Wenn diese Stimmung allgemein herrsche, sei das für den "Wallenstein" günstig. - Werde ich die paar Tage bei Meiern logieren können ohne ihn zu genieren?
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