Brief
Von Katharina Elisabeth Goethe (11. Oktober 1804)
sie habe eine Ewigkeit weder von G. noch von seinen Angehörigen etwas vernommen, doch habe sie durch S. M. Bethmann und J. von Schwartzkopf die herrlichsten Nachrichten von der gütigen Aufnahme bei G. von seinem schönen Hauß und den vortrefflichen Kunstsachen erhalten, - Schwartzkopf habe ihr den Comedien Zettel vom Götz von Berligingen gegeben - potz fischgen was Menschengehören zu der Aufführung! [...] Hier kommt ein gantzer schwaal von Comedien Zettel; während der Messe sei täglich gespielt worden. - Sie habe von G. jetzt das Leben von dem großen Künstler und noch größern Menschen Benvenouto Cellini gelesen, ein Werk, das sie nicht genug habe bewundern können. - In Frankfurt gehe das gerede, daß K. Jagemann in einigen Gastrollen auftretten werde. - Über die gute Kastanienernte; Ankündigung einer Sendung. - J. K. S. Schlosser sei soeben zu ihr gekommen und lasse grüßen. - Erwähnung, daß Napoleon in Mäntz (Mainz) gewesen sei; viele Frankfurter hätten ihn gesehen, aber mich ging das nun weiter nichts an.
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