Brief

Von Friedrich Schiller (23. 24. Juli 1799)

Da G. in Oberroßla sei, hoffe S. auch auf seinen baldigen Besuch: [...] Sie wißen mich immer nach außen und in die Breite zu treiben, wenn ich allein bin, versinke ich in mich selbst. - Neugier auf G.s Urteil über J. L. Tieck. In Jena habe er nicht übel gefallen. S. habe ihm, da er sich einmal mit dem Don Quixote (von Cervantes; vgl. Ruppert 1725) eingelassen, die spanische Litteratur sehr empfohlen. - J. C. Mellish sei nach ersten gelungenen Versuchen daran interessiert, die "Piccolomini" ins Englische zu übersetzen, falls das Vorteile bringe. - Mit dem 1. Akt der "Maria Stuart" hoffe S. zu Ende dieser Woche fertig zu sein. - Das Ungewitter aus Oßmanstädt (M. S. von La Roche) scheint sich zu verziehen. - Bitte, A. A. von Imhoffs "Schwestern von Lesbos" an J. C. Gädicke zur Drucklegung des "Musenalmanachs" für 1800 zugeben.

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