Brief
Von Heinrich Heine (1. Oktober 1824)
Bitte um eine Audienz. H. wolle nur G.s Hand küssen und wieder fort gehen (vgl. G.s Tagebuchnotiz vom 2. Oktober). Er sei Rheinländer, verweile seit kurzem in Göttingen und habe in Berlin im Umgang mit K. A. und A. F. Varnhagen von Ense und dem seel. F. A. Wolf G. täglich mehr lieben gelernt. H. sei auch ein Poet und habe G. vor 3 Jahren seine "Gedichte" (vgl. Ruppert 952 und RA 9, Nr. 1176) und später seine "Tragödien, nebst lyrischen Intermezzo" (vgl. Ruppert 954), enthaltend "William Ratcliff" und "Almansor", zugesandt. Von einer Gesundheitsreise nach dem Harze sei er zur Verehrung G.s nach Weimar gepilgert.
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