Brief
Von Marianne Meyer (Eybenberg) (11. Dezember 1795)
Krankheit habe M. bisher am Schreiben gehindert. - Ausführlich über M.s Schwester Sara (Wulff) und deren zerrütteten Geisteszustand. Das Schwanken zwischen christlicher und jüdischer Religion sei nur eine unter andern thorheiten. M. sei überzeugt, daß Sara ohne Rettung verlohren sei. - Bedauern über den Tod von G.s Sohn Karl. - Sie freue sich auf den Stein; und auf die geschriebenen und gedruckten Sachen. Eine für G. bestellte Hemd-Nadel könne erst später geschickt werden. M. habe U. Boners "Fabeln aus den Zeiten der Minnesinger" (Ruppert 774) gefunden. Sie werde G. das Buch bald überreichen lassen - Bitte an G., ein Urteil über K. G. von Brinckmanns Gedichte mitzuteilen. Brinckmann habe einen langen, aber gehaltlosen Brief über das 6. Buch von "Wilhelm Meisters Lehrjahren" geschrieben, möglicherweise in der Absicht, daß er G. unter die Augen komme. - Über Gualtieris Ergehen. Von T. Brzozowska habe M. lange nichts gehört.
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