Brief
Von Josephine Gräfin O'Donell von Tyrconell (vor 24. Juli 1823)
Dank für die übersandten "Radierten Blätter nach Handzeichnungen von Goethe" (hrsg. von K. A. Schwerdgeburth, gestochen von K. Holdermann und K. Lieber). Die den Zeichnungen beigefügten Verse G.s ("Einsamste Wildnis", "Hausgarten", "Freie Welt", "Geheimster Wohnsitz", "Bequemes Wandern" und "Gehinderter Verkehr") verdoppelten den Werth des Gantzen. O. sei stolz auf all jene Gegenstände, die sie von G. besitze (vgl. RA 6, Nr. 465 und RA 6, Nr. 481). - Ihr Sohn Heinrich wahre eine gantz eigene Achtung und Bewundrung für G. - Hoffnung auf beßeres Wetter und gute Erholung G.s in Böhmen. Zur Kritik an den Ärzten in diesem Jahrhundert; O. achte die Weimaerer Facultät (u. a. W. E. C. Huschke und W. Rehbein), die so viel theueren und in großer Gefahr schwebende Leben erhalten habe (u. a. G. und Großherzogin Luise). - O. adressiere den Brief nach Marienbad.
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