Brief
Von Johann Karl Wilhelm Voigt an Christian Gottlob Voigt (22. April 1795)
F. I. de Wendel mache V. viel zu schaffen; über V.s und Wendels Bemühungen, die jeweils fremde Sprache zu erlernen. E. M. (oder E.) Gore habe Wendel eine große Kiste mit Genußmitteln geschenkt, wovon V. bei jedem Besuch den 4ten Theil seines Bierglaßes erhalte. - Über den Bau des Reverberierofens und über Maurice (Moritz), der indessen seine Masse zum Crystallglase mische. Wendel wolle V. alles lehren, wenn er nach Frankreich zurückgienge. V. wolle dem Herzog dann die Hütte abpachten oder abkaufen. - Durch (? F. A.) von Fritsch werde Voigt die Abschrift einer Hammerrechnung erhalten, die V. der Bergwergskommission schicken wolle, da sie einen erstaunlichen Überschuß ausweise. Bitte, den Hammer der Kommission und nicht dem Rentamt zu unterstellen. - Erneute Klage über J. G. Schreiber (vgl. RA 1, Nr. 957), den V. auch dies Jahr noch nicht auf dem Schacht gesehen habe. - Schilderung der Notlage des frühern Ilmenauer Steuereinnehmers und Postmeisters C. F. Wentzel, der in unbeschreiblicher Armuth in Wien lebe und um Begnadigung durch den Herzog bitten wolle. J. G. Bernstein unterstütze ihn nicht, wie er versprochen habe, wenn er den Dienst kriegte. - J. A. Herzog lasse ausrichten, daß er nicht mehr als 80 Rt. zu künftigem Lohntage habe und aus der Amtscasse nichts vorschießen könne. - Frage nach C. G. Voigts Sohn und dessen Geschäften.
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