Brief

Von Friedrich von Schiller (6. Juli 1803)

K. Jagemanns Abreise veranlasse S., ein kleines Lebenszeichen mitzugeben. Bericht über seinen Aufenthalt in Lauchstädt, die Aufführungen der "Braut von Messina" (am 3. Juli) und der "Natürlichen Tochter" (am 4. Juli) mit Erwähnung der guten Leistungen von der Jagemann, J. H. C. L. Becker und F. Haide. Über den Nachteil der dünnen Bauart des Theaters beim großen Gewitter am 3. Juli. G. E. Mara werde er entweder in Lauchstädt oder in Halle hören. Im ersten Fall hätten die Wöchner (A. Genast und Becker) auf seine Veranlassung das Schauspielhaus zugesagt. Genast sorge eifrig fürs Ganze. - Über T. A. H. Schmalz, an dem S. eine sehr schätzbare Bekanntschaft gemacht habe. Dem Ehepaar Niemeyer habe S. versprochen, nach Halle zu kommen; F. A. Wolf werde er leider nicht antreffen. - Über die Lauchstädter Badegesellschaft, die durch den Prinzen Eugen von Württemberg erheitert worden sei. Mit einigen jungen Männern, besonders aus Berlin, habe ich indeßen doch verschiedene nicht unintereßante Unterhaltungen gehabt. G. möge die "Götz"-Bearbeitung fördern. Grüße an J. H. Meyer.

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