Brief
Von Heinrich Karl Abraham Eichstädt an Christian Gottlob Voigt (9. Juni 1805)
Einige Bitten, da Sie zu neuen Geschäften nach Eisenach reisen; bei der Neuverpachtung des von dem bisherigen Pächter (J. G. Patschke) schlecht bewirtschafteten Fürstengartens (vgl. RA 5, Nr. 112) in Jena zu veranlassen, daß G. C. Steffany den Garten bald nach dem Inventario übernehme; Steffany habe bereits den früheren Pachtvertrag unterzeichnet. - Zur bevorstehenden Übertragung des Dekanats der philosophischen Fakultät der Universität Jena an E.: Mit Berufung darauf, daß C. G. Schütz vor drei Jahren Dekan war, widersetze sich J. C. Hennings der Kandidatur E.s, während J. H. Voigt nunmehr für die Kandidatur eintrete. Zur Umstimmung Hennings' möge C. G. Voigt seine Meinung am besten J. A. H. Ulrich in einem Privatschreiben mitteilen. Die Argumente könne er E.s neulichem Billett an C. G. Heinrich und den Akten entnehmen. Die alten Herren sollten die jüngeren Collegen nicht immer zurückdrängen wollen. Hennings' Einstellung beruhe auf der zuweilen von E. an seinen Doktorpromotionen geübten Kritik. - Bei der Rücksendung des russischen Titels ("Unterlegung des Justizministerii in Betreff der Organisation der Gesetzkommission", St. Petersburg 1804) möge C. G. Voigt angeben, wieviel Abzüge der Rezension für Rußland benötigt werden (J. A. L. Seidensticker, in: JALZ 1805, Nr. 146-149). Auf gleichem Bogen: Antwortmarginalie von Voigt, Christian Gottlob an G. zu den Dekanatsangelegenheiten: Habe ich abgethan.
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