Brief
Von Friedrich Schiller (2. Februar 1798)
Durch G.s Bemerkungen zu Cimarosas Oper "Die bestrafte Eifersucht" sei es S. erneut deutlich geworden, daß dem aesthetischen die Frivolität doch weit weniger widerspreche als die Ernsthaftigkeit. Weitere Reflexionen darüber in Anlehnung an den 16. und 17. Brief seiner Abhandlung "Über die ästhetische Erziehung des Menschen" ("Horen" 1795). - Zu J. K. Grübels "Gedichten in Nürnberger Mundart" (Ruppert 924): S. hält den Autor für förderungswürdig, bittet um ein Subskriptionsexemplar und zu Grübels Einführung um einen Artikel für die "Horen". - Skeptische Äußerung zu Knebels Eheschließung. - Mit H. C. Boie sei S. kaum in Verbindung. G.s Nachfrage sollte man nur gelegentlich an ihn bringen.
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