Brief
Von Johann Heinrich Meyer (30. Mai 1817)
Bei der Übersendung von W. R. Hamiltons "Denkschrift über Lord Elgins Erwerbungen" (Ruppert 2048; vgl. RA 7, Nr. 1005) habe M. vergessen, beyliegende, für Sie an mich von der Messe eingelaufene Zeitschrift von Welcker ("Sappho von einem herrschenden Vorurteil befreit", vgl. Ruppert 1335) mitzuschicken. M. sei von dieser Schrift nicht erbaut. - Freude über G.s Wohlbefinden. - Bemerkungen zum Brief von F. Rochlitz an G. (RA 7, Nr. 999): Rochlitz greife in seinem Blatt ("Allgemeine musikalische Zeitung") nur mit Sammtpfötchen zu und scheine in dem von G. zitierten Brief seine Dresdner in Schutz nehmen zu wollen. Was er von den römischen Nazarenern sage, richte sich sicherlich gegen F. und J. Riepenhausen. Rochlitz' Urteil gehe wohl auf den jungen E. Z. Platner zurück, denn auch F. Overbeck und P. Cornelius seien Häuptlinge, da ihre Werke ihren Glauben in der Kunst bewiesen. - Die Blumenstücke von E. Steiner (vgl. RA 7, Nr. 678 und RA 7, Nr. 934) habe M. mit A. von Goethe gefunden. Eine Schülerin der Zeichenschule habe eines bereits in Arbeit genommen. Beyliegendes Maß zeige die Größe des dazu benötigten Rahmens.
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