Brief
Von Marianne Meyer (Eybenberg) (4. Dezember 1798)
Nochmaliger Dank für den "Musenalmanach" für 1799 und G.s Begleitbrief. Begeisterte Zustimmung vor allem zu G.s Gedichten "Der Junggesell und der Mühlbach" und "Die Metamorphose der Pflanzen". - Überschwengliches Lob der "Propyläen" I 1, insbesondere der Beiträge G.s. J. H. Meyers Aufsatz "Raffaels Werke, besonders im Vatikan" ("Propyläen" I 1, 2; II 2) habe sie zwar mit großem vergnügen gelesen, doch nicht so goutirt, als die beiden erste stücke. In Berlin würden die "Propyläen" ordentlich mit Wuth gelesen; die ersten Exemplare seien bereits vergriffen. - M. habe über das Weimarer Theater in der Poßeltschen Zeitung gelesen, auch einen kleinen Auszug aus dem Wallensteinschen Lager, und bitte um Auskunft, wer den Brief geschrieben habe ("Eröffnung des Weimarschen Theaters", in: "Allgemeine Zeitung", 1798; WA I 40, 9-34). - Bitte um Rückgabe der verschmähten Gedichte, die der Autor (K. G. von Brinckmann) wiederhaben wolle. - M. freue sich, daß die Kupferstiche nicht verlohren gegangen seien (vgl. RA 2, Nr. 1534). Angebot einer neuen Sendung Schokolade; sie bitte aber G., sie nicht zu kränken und [...] von contos zu sprechen. - Prinz Heinrich XIV. von Reuß-Greiz danke für G.s freundlichen Grus und empfehle sich. Sie wünscht, ihrem Vetter [...] genant zu werden.
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