Brief
Von Abraham Jakob Penzel (24. Januar 1819)
Eine Abschrift des an ihn gerichteten Briefs von G. habe P. an seinen Freund in Königsberg (L. J. Rhesa) gesandt. P. erwarte von dort eine Büchersendung altpreußische und litauische Literatur betreffend, die der CivilGouverneur (? Oberpräsident H. J. von Auerswald) habe aufkaufen lassen und die vielleicht der neuberufene GeneralSuperintendent (J. F. Krause) nach Weimar mitbringen könne. - P.s Bekanntschaft mit J. G. Hamann habe 1775 gerade zu der Zeit begonnen, als dieser von Nikolai den gedruckten Brief mit der Post erhielt (F. Nicolai "An den Magum in Norden"). Auskunft könne P. über die bis 1778 entstandenen Schriften geben, besonders über die sich auf den damaligen OberHofprediger Starck ("Hierophantische Briefe", "Konxompax") und Quintus Icilius ("Encore deux lettres perdus!") beziehenden. Da P. keine gedruckten Schriften Hamanns besitze, sondern nur an ihn gerichtete Billetts und einen Brief, bitte er G. um Ausleihe. - An Volksliedern verfüge P. über in Wien erschienene serbische ("Kleines slowenisch-serbisches Liederbuch", vgl. Ruppert 1754) sowie über handschriftliche ungarische und slowakische. Würde er G.s Sammlungen näher kennen, könnte er vielleicht in Sammlungen gedruckte Lieder nachweisen. - Erinnerung an seine frühere Bitte um Anstellung in der Bibliothek.
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