Brief

Von Heinrich Karl Abraham Eichstädt (24. Oktober 1803)

Dank für die Durchsicht seines Entwurfs (zur Gegenerklärung vom 27. Oktober; vgl. RA 4, Nr. 1046), der sogleich zum Druck komme. - Mit C. G. Voigts Erlaubnis lege E. ein Schreiben an H. F. Storch nach St. Petersburg bei; E. wisse nicht, ob G. seinen neulichen Vorschlag gebilligt habe. Ferner übersende er einige unlängst eingegangene interessante Briefe. Die Rezensionen K. L. Reinholds müsse man schon deswegen annehmen, um dem in Leipzig verbreiteten Gerücht entgegenzutreten, daß die JALZ nur die Schellingische Philosophie predigen werde (vgl. Reinhold über: W. T. Krug "Über die verschiedenen Methoden des Philosophierens" und "Fundamentalphilosophie", F. Köppen "Schellings Lehre oder das Ganze der Philosophie des absoluten Nichts", G. E. Schulze "Grundsätze der allgemeinen Logik" und Fichte "Sonnenklarer Bericht [...] über das eigentliche Wesen der neuesten Philosophie", in: JALZ 1804, Nr. 5f., 94f., 140, 279f.). Bitte um G.s Gutachten über Schleiermachers Vorschläge. Pestalozzis Schriften und was für u. gegen sie geschrieben wurde, wollten zwei erfahrene Pädagogen in Leipzig, K. G. Plato und J. C. Dolz, beurteilen (vgl. J. G. K. Spazier über Pestalozzis Lehrsystem und dessen Beurteilung, in: JALZ 1804, Nr. 59-61, 98-100). J. P. Harl, dessen Brief er mit Dank zurückschicke, kenne E. bloß aus einigen Aufsätzen in der Salzburger Zeitung ("Oberdeutsche allgemeine Literaturzeitung"). Sein Stil bedürfe einer großen Reform, ehe man pädagogische Recensionen von ihm aufnehmen könne.

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