Brief
Von Christian Gottfried Körner (14. August 1811)
Freude, daß G. seinem Brief zufolge mit K.s Aufsatz "Nachrichten von Schillers Leben" (Einleitung zu "Schillers sämtliche Werke") zufrieden sei. Der Gesamteindruck auf G. sei ganz der gewünschte. K. habe viele Stellen aus Schillers Briefen benutzt, weil dessen Persönliches daraus am deutlichsten hervorgehe; erwähnt: K.s Frau Minna und seine Kinder. - Weiter freue sich K. über G.s Zustimmung zur beabsichtigten Ordnung von Schillers Schriften. Anfrage, ob G. auch einverstanden sei mit der Klassifikation für die Gedichte der dritten Periode (von 1795. an), wo auf die lyrischen die epischen und auf diese die Gedichte der Betrachtung folgen sollten. Letztere seien bei Schiller sehr zahlreich und entsprächen ganz seiner Individualität; erwähnt: "Das Lied von der Glocke" und "Das Reich der Schatten". - Über den Karlsbad-Aufenthalt von K., seiner Frau und den Kindern, der durch die Bekanntschaft mit C. von Goethe vorzüglich interessant geworden sei. - Einladung G.s und seiner Frau nach Dresden. - E. Körner bitte um Beförderung der Innlage.
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