Brief
Von Johann Jakob von Willemer (15. September 1819)
G.s Geschenk, die Prosa-Aufsätze ("Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des West-östlichen Divan"), sei höchstes Ideal Meisterhafter Darstellung. Den Werth der Gedichte habe man vor 3 Jahren (richtig: vor vier Jahren bei G.s Besuch in Frankfurt) empfunden - eine glückliche Zeit, die nicht wiederkehrt, so sehr M. von Willemer ihrer auch bedürfte [...]. - W. habe von Graf K. F. Reinhard, der ein Päckchen zum 28t nach Weimar abgehen ließ, und K. von Wangenheim gehört, daß G. den Veranstaltern des Frankfurter Festtags einen Brief geschrieben habe. Trotzdem habe er T. Kestner (Lottens Bruder [richtig: C. Kestners Sohn]) gebeten, u. a. A. Kirchner, J. G. Neuburg und G. Melber G.s Rührung und Dankbarkeit über die Gabe (des goldenen Lorbeerkranzes) mitzuteilen. Über den weiteren Verlauf der Feiern zum 28. August, auch über die vielen Gedichte, die die Gefühle der Frankfurter Bürger zum Ausdruck gebracht haben (vgl. RA 8, Nr. 1001), werde Melber G. wohl unterrichtet haben. - Gute Wünsche für G.s Badekur in Karlsbad.
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