Brief
Von Christian Samuel Theodor Bernd (10. Mai 1819)
B. sei von Verehrung und Bewunderung für G. und dessen Werke durchdrungen und wolle ihm durch Vermehrung seiner Handschriftensammlung, besonders durch die Handschriften berühmter Schlesier, eine Aufmerksamkeit erweisen. Der verstorbene J. Aug. Barth habe ihn dazu angeregt, und von ihm habe er eine Abschrift des Verzeichnisses der Personen erhalten, deren Handschrift G. bereits besitze (Autographenverzeichnis von 1811). Wegen seines Weggangs aus Schlesien sei B. nur zu einigen Handschriften von besonderem Werthe gelangt, nämlich der des bekannten Schwärmers Quirinus Kuhlmann, die in einem von ihm nach Breslau gesendeten Abdrucke seines Geschichtheroldes befindlich war, und der von A. und C. Gryphius auf dem Titelblatte des beifolgenden aus der Sammlung derselben herrührenden Buches (J. Desmarets "De onvergelykelyke Ariane", Ruppert 1576). Diesen Handschriften habe er die einer Anzahl Gelehrter der neuern Zeit beigefügt, deren Namen er nicht in G.s Verzeichnis gefunden habe. Hinweis auf die einigen Namen beigefügten erläuternden Nachrichten und Angebot, für G. auch in hiesiger Gegend Handschriften zu sammeln. Auf gleichem Bogen: Von 1 bis 26 numerierte Liste der mitgesendeten Autographen (vorwiegend Fragmente aus Briefen an B.): von F. Barthel, über den J. G. Meusels "Künstlerlexikon" mehr Auskunft gebe (GSA 96/88), von H. H. Cludius (GSA 37/XLII,3 Bl. 6), K. Diehl (GSA 37/XLII,3 Bl. 7), J. J. Eschenburg, mit gelähmtem Arme geschrieben (GSA 161/157), König Friedrich Wilhelm III. von Preußen, Fürst K. A. Hardenberg, K. T. Heinze, bekannt durch seine Preisaussetzung für den Bardenauferwecker (vgl. RA 3, Nr. 1107) und Arbeiten im Fach der altdeutschen Literatur (GSA 37/XLII,3 Bl. 8; vgl. u. a. Heinze "Allgemeines Repertorium über die sechs ersten Bände von Bragur"), F. L. Jahn, K. C. F. Krause, dem Ankündiger des Urwortthumes (GSA 37/XLII,3 Bl. 9; vgl. "Ankündigung eines neuen vollständigen Wörterbuches der deutschen Volkssprache" und "Vollständiges Urworttum der deutschen Volkssprache"), J. C. Leist (Brief an J. H. Campe vom 28. August 1811; GSA 161/160), S. B. Linde, dem Verfasser, Drucker und Verleger des sechsbändigen Wörterbuches der polnischen Sprache (GSA 37/XLII,3 Bl. 10), J. Löffler (GSA 37/XLII,3 Bl. 11), K. Müller, dem Verfasser des "Allgemeinen Verteutschwörterbuches der Kriegssprache" (GSA 37/XLII,3 Bl. 12), L. Nicolovius (GSA 37/XLII,3 Bl. 13), Graf S. K. Potocki (GSA 37/XLII,3 Bl. 15), von A. Roeschlaub ein Brief an K. W. Nose, F. C. Schlenkert, dem Verfasser Friedrichs mit der gebissenen Wange, Heinrichs des Vierten pp. (GSA 37/XLII,3 Bl. 16), F. von Schuckmann, J. W. Süvern (GSA 37/XLII,3 Bl. 18), S. Staszic und W. Surowiecki (GSA 37/XLII,3 Bl. 17), E. C. Trapp (GSA 161/158), von F. Tripplin, aus Weimar gebürtig und nach Polen gleichsam vertrieben, ein in einem frühern Jahrgange (1817) von H. Ludens "Nemesis" abgedruckter Aufsatz ("Beantwortung derer ... die polnischen Legionen in Italien und die Polen ... betreffenden Äußerungen"; GSA 37/XLII,3 Bl. 19-23), C. H. Wolke (GSA 161/159), J. Zerboni di Sposetti, durch seine Gefangensetzung und einige Schriften bekannt (GSA 37/XLII,3 Bl. 24), Nose, Verfasser vieler mineralogischer und medicinischer Schriften (GSA 37/XLII,3 Bl. 14), und J. F. de Bourgoing.
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