Brief
Von Johann Isaak Gerning (2. Februar 1794)
Eine sehr rasche Reise habe Gerning nach Italien geführt. Die knappe Zeit habe es ihm bisher nicht erlaubt, an G. zu schreiben. - P. J. von Cobrees habe I. Schieffermüllers "Versuch eines Farbensystems" (Wien 1772) nicht; G. werde in aber ihn aber in einem Monat vom Verfasser selbst oder durch Graf Anton von Lamberg in Wien erhalten. - Gerning betont die Freundlichkeit seiner Gastgeber Schütz in Jena, sendet Grüße an genannte Personen und versichert, alle Aufträge der Herzogin Anna Amalia in Italien zu besorgen. J. H. Meyer möge ihm eine Vignette zeichnen, vorstellend: den in einem sarge liegenden Kleist dem Ramler rasirend den LorbeerKranz vom Kopfe schiebt. Gerning benötige sie zum Titel der zweyerley Frühlinge (vgl. E. C. Kleists Gedicht "Frühling" und K. W. Ramlers Überarbeitung). Von seinen weiteren dichterischen Versuchen. - An Schütz und J. G. Meusel in Erlangen gab ich Ihre Franz. almanach.
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